Cybersicherheit: die simplen Methoden von Ransomware

Schon seit dem Jahr 2005 ist Ransomware auf vielen Geräten aufgetreten. Immer wieder wurden Nutzer während der Verwendung ihrer Geräte stark eingeschränkt und sollten Lösegeld bezahlen, um wieder auf die gewünschten Funktionen zurückgreifen zu können. 2011 erlebte die Ransomware ihren traurigen Höhepunkt, bei dem Millionen von Geräten betroffen waren. Doch warum sind solche Cyberattacken auch heute noch aktuell und was könne Sie konkret dagegen tun?

Was genau steckt hinter sogenannter Ransomware?

Ransom ist der englische Begriff für Lösegeld. In dieser Hinsicht werden derartige Erscheinungen auch als Erpressersoftware bezeichnet. Sie sorgen für eine unauflösliche Codierung der Daten für die Nutzer, was in Form einer versteckt in Ihr System geleiteten Software geschieht. Führen Sie zum Beispiel einen externen Download ohne vorherige Überprüfung durch, sind Viren keine Seltenheit. Im Fall der Ransomware verlieren Sie durch die neue Codierung daher den Zugriff auf Ihren Computer.

Grundsätzlich gibt es im Bereich der Ransomware zwei unterschiedliche Erscheinungen. Die erste Form stellen Screenlocker dar. Diese sorgen lediglich für die Sperrung des Bildschirms, betreffen jedoch nicht die Daten. Bei der zweiten Form der Ransomware handelt es sich wiederum um File-Encrypter. Diese sorgen für eine neue Verschlüsselung Ihrer Daten, wodurch der Zugriff verloren geht. Häufig werden wichtige Ordner praktisch als Geisel für mögliches Lösegeld genommen.

So stellen Sie Ransomware konkret fest

Wenn Sie die Ransomware am PC feststellen, ist es für eine schnelle und unkomplizierte Lösung häufig bereits zu spät. Sollten Sie bei einem Download Unregelmäßigkeiten feststellen, ist ein sofortiger Viren-Check das beste Mittel. Mit etwas Glück stellen Sie die Ransomware fest, bevor sie ihre Arbeit rund um Ihr System beginnen kann. Sollten Sie jedoch als erste Wirkung der Ransomware einen Erpresserbrief oder einen gesperrten Bildschirm vorfinden, kann der Virenscanner nichts mehr für Sie tun. Ohne die nötige Unterstützung werden Sie die Viren jedoch kaum vorab erkennen.

Die Auswirkungen auf die praktische Nutzung des Geräts

Statistisch zeigt sich, dass rund ein Drittel aller Nutzer trotz der akuten Gefahren noch nie ein Backup erstellt haben. Dennoch ist die Angst vor dem Verlust eigener Daten, Fotos und weiterer Inhalte stark verbreitet, weshalb ein zusätzlicher Schutz für alle Nutzer von Bedeutung ist. Sollte die Ransomware jedoch bereits aufgetreten sein, bevor geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen wurden, ist es in der Praxis zu spät. Ohne eine Zahlung des Lösegelds hilft nur eine komplette Systemwiederherstellung.

Auch wenn Experten von der Zahlung einer Lösegeldsumme abraten, entscheiden sich viele Nutzer aus Charme dazu, den Forderungen nachzukommen. Dennoch muss eine Zahlung nicht automatisch bedeuten, dass Ihr System wieder freigegeben wird. Zwar deaktiviert der Erpresser nach Eingang einer Zahlung häufig die Sperre, die Software entfernt dies jedoch nicht. Der beste Schutz ist es daher, von Beginn an auf geeignete Softwarelösungen zum Schutz vor Cyberattacken zu vertrauen.

4 Gründe für den anhaltenden Erfolg von Ransomware

Trotz moderner Tools und Programme sind Angriffe rund um Ransomware auch heute noch ein großes Problem. Zwar hat sich die Anzahl der Fälle etwas reduziert, dennoch treffen moderne Virenscanner auch heute noch vermehrt auf gefährliche Ransomware im System. Doch warum genau gibt es diese Form der Angriffe auch heute noch in einer derart großen Anzahl?

  1. Fehlende Sicherheitsprogramme

Leider nehmen viele Nutzer ihre technische Sicherheit auch heute noch auf die leichte Schulter. Klar ist jedoch, dass Sicherheitslücken seit vielen Jahren kontinuierlich genutzt werden, um Daten zu stehlen, Systeme einzufrieren und Lösegeld zu erpressen. Entscheiden Sie sich aus diesem Grund für einen geeigneten Virenscanner und setzen Sie auf den nötigen Schutz.

  1. Ausbleibende Aktualität der Tools

Die meisten Virenscanner werden kontinuierlich verbessert, um auch die neusten Viren und Arten von Cyberangriffen zu erkennen. Viele Nutzer klicken die nervigen Aktualisierungen jedoch weg, da sie möglichst schnell auf ihre Systeme zurückgreifen können. Dies sorgt nach einiger Zeit für mangelnden Schutz, da die neusten Cyberangriffe ohne aktuelle Tools nicht erkannt werden.

  1. Nachgiebige Nutzer

Warnungen der eigenen Virenscanner sollten nicht unterschätzt werden. Dennoch sind viele Nutzer nachgiebig, wenn sie ein konkretes Programm nutzen möchten oder sich einen digitalen Inhalt wünschen. Eine Downloadwarnung kann zwar durchaus falsch sein, hat in den meisten Fällen jedoch einen Grund. Ignorieren Sie diese, steigt die Chance eines Virenangriffs weiter.

  1. Ausgeklügelte Verstecke

Nicht nur die Schutzsysteme entwickeln sich weiter, sondern natürlich auch die Angreifer selbst. Immer häufiger wird die Ransomware gut versteckt im System eingeschleust, wobei Lücken in der Firewall genutzt werden. So entsteht ein ewiger Wettlauf zwischen den neusten Systemen zur Prävention und den Angreifern, die es auf die Daten ihrer Nutzer abgesehen haben.

Was lässt sich konkret gegen Ransomware tun?

Wie bereits erwähnt, sollten Sie vor allem bei wichtigen Geräten mit persönlichen oder beruflichen Daten nicht auf eine entsprechende Absicherung verzichten. Nutzen Sie daher durchdachte Passwörter, die sich für jede Anwendung voneinander unterscheiden. Auch die Verwendung eines Virenscanners ist sehr sinnvoll, um Downloads vorab zu überprüfen und sich vor Ransomware warnen zu lassen. So sind Sie den Erpressern im Ernstfall nicht schutzlos ausgeliefert.

Eine weitere Maßnahme zum Schutz Ihrer Daten und Inhalte ist die regelmäßige Erstellung von Backups. Nutzen Sie hierzu am besten eine externe Festplatte, auf der sich die Daten speichern und bei Bedarf wieder übertragen lassen. Dies sorgt dafür, dass Sie bei möglichen Infektionen nicht auf die Forderungen eingehen müssen, sondern Ihr System beliebig zurücksetzen können. Nutzen Sie für Ihr Backup aus diesem Grund ein sicheres Medium und profitieren Sie von nachhaltigem Schutz.

Diese Möglichkeiten haben Sie mit geeigneter Software

Mit einem wirksamen Scanner haben Sie die Chance, Ihre Ransomware exakt zu identifizieren und die betroffene Datei zu löschen. Nicht immer sind Sie hierbei jedoch auf der sicheren Seite, wenn es um die weitere Ausbreitung der Viren geht. Die sicherste Methode ist es daher, den Computer auf den Werkszustand zurückzusetzen. In diesem Fall sind jedoch alle auf dem Gerät vorhandene Daten weg. Moderne Lösungen wie die Datensicherung über die Cloud werden jedoch zunehmend beliebter, um ortsunabhängig und zu jedem Zeitpunkt auf einen wirksamen Schutz zu vertrauen.

Wirkungsvolle Virenscanner für höchste Sicherheit

Sollten auch Sie sich vor den neuen Formen der Cyberangriffe und Attacken wehren wollen, ist ein moderner Virenscanner die beste Wahl. Während es mittlerweile viele kostenlose Angebote gibt, empfehlen wir dennoch die Nutzung eines professionellen und strukturierten Tools. Systeme von Kaspersky und Avira zeichnen sich durch Jahrzehnte an Erfahrung aus, was auch die Chancen für eine erfolgreiche Beseitigung der Ransomware vor ihrer Wirkung deutlich steigern kann.

Kostenlose Scanner sehen auf den ersten Blick zwar gut aus und versprechen eine reibungslose Analyse, gegen neue Formen sind sie aufgrund der eingeschränkten Entwicklung in weiten Teilen jedoch wirkungslos. Vor allem bei wichtigen Daten bietet es sich daher an, auf höherpreisige und sicherer Lösungen zurückzugreifen. Dies erhöht die Chance, dass Sie sowohl für die Suche im Browser als auch im Mailverkehr, im Betriebssystem und rund um Ihre Nutzerkonten abgesichert sind.

Jetzt vor den neusten Formen der Ransomware schützen

Die Ransomware und ihre Methoden entwickeln sich rasant weiter. War es 2015 noch ein Einzelfall, sind innerhalb weniger Jahre Millionen von Geräten infiziert worden. Die meisten Viren übertragen sich im Falle einer Infektion sogar von Ihrem Gerät weiter, ohne dass Sie aktiv eingreifen müssen. Schützen Sie sich aus diesem Grund vor den neusten Formen der Cyberattacken, die sich bei geschicktem Vorgehen nur selten nachweisen und lokalisieren lassen. Die eigene Sicherheit lässt sich an dieser Stelle nur dann gewährleisten, wenn Sie nachhaltig auf den Schutz Ihrer Daten achten.

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